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Vor- und Nachteile, zukünftige Aussichten

Was ist LTE?

LTE 4G ist der Nachfolger der Mobilfunksysteme GSM und UMTS. LTE 4G steht für “Long Term Evolution vierte Generation” und löst als neue Mobilfunktechnologie die dritte Generation UMTS und HSDPA (3G) in naher Zukunft ab. Die Funk-Frequenzen von LTE  (Long Term Evolution/Langzeitentwicklung) im 800 MHz-Bereich waren früher dem terrestrischen analogen Fernsehen zugewiesen, bevor sie von den 3 Netzbetreibern Deutsche Telekom AG, Vodafone und Telefonica O2 ersteigert wurden.

Was kann LTE?

Die LTE Technologie erlaubt gegenüber bisherigen Mobilfunkstandards die Übertragung von höheren Datenraten. Möglich wurde dies vor allem durch eine noch weiter gesteigerte Rechnerleistung in den Endgeräten und in den Basisstationen. Die Reichweite einer LTE-Basis-Station beträgt im ländlichen Raum etwa 5-10 km. Sie ist vergleichbar mit der Reichweite der schon seit vielen Jahren für Sprachtelefonie genutzten GSM-Frequenzen.

Schwankende Datenrate im LTE-Netz

Nutzer die in einer Funkzelle einer Basisstation online sind, müssen sich die Bandbreite/Datenrate dieser Funkzelle teilen. Jede Zelle einer Basisstation im ländlichen Raum wird im Mittel eine Nutzdatenrate von ca. 20 Mbit/s im Download und im Upload etwas weniger haben.

Je nach Tageszeit oder Wochentag können aber massive Unterschiede auftreten. Zu Tageszeiten an denen besonders viele Anwender den Dienst nutzen, können die Datenraten extrem einbrechen. Im ländlichen Raum, wo die Versorgungsgebiete einer Basisstation groß sind und Sichtverbindung nicht immer gegeben ist, werden die theoretischen Maximalwerte allerdings nur selten erreicht werden.

Auch langfristig kann sich die Geschwindigkeit des LTE-Anschlusses verändern. Gerade zum Start der LTE Netze gibt es noch wenige Nutzer, die sich die Bandbreite teilen müssen. Das wird sich in Zukunft ändern. Wenn immer mehr Haushalte LTE bestellen, muss die vorhandene Bandbreite auf die wachsende Anzahl von Nutzern aufgeteilt werden. Es ist also durchaus möglich, dass man am Anfang noch zufrieden ist mit dem Anschluss, sich die Datenrate aber über die Monate sukzessive verringert. Deutsche Telekom AG und Vodafone kündigten inzwischen an, dass die Datenrate pro Teilnehmer bei etwa 2 bis 3 Mbit/s liegen wird. Damit liegen Internetverbindungen via Satellit um mehr als das dreifache der Geschwindigkeit höher.

Die Volumenbegrenzung bei LTE

Bei LTE wird eine Volumenbegrenzung zur Anwendung kommen, das heißt: ab einem bestimmten Datenvolumen im Down-, bzw. Upload greift eine Drosselung - der Anschluss wird langsamer. Wann die Drosselung einsetzt und wie langsam die Verbindung wird, hängt vom Anbieter und dem gewählten Tarif ab.

Störung anderer Funkdienste durch LTE

Laut Bundesnetzagentur kann nicht ausgeschlossen werden, dass es beim Betrieb von LTE-Endgeräten (im 800 MHz-Bereich) zu Störungen des Fernsehempfangs kommen kann. Betroffen sein kann der Empfang über terrestrische Antenne (DVB-T) oder über Kabel (DVB-C). Der Satellitenempfang (DVB-S) ist von LTE 800 nicht berührt. Auch beim Betrieb von drahtlosen Mikrofonen kann es zu Störungen kommen.

Die LTE-Netzabdeckung entspricht den 3G-Handynetzen

Entgegen den Aussagen der Bundesnetzagentur werden durch die Netzbetreiber vorerst nur die vorhandenen  Mobilfunkstandorte auf LTE umgerüstet. Das heißt, dass in entlegenen Tälern, in welchen bis Dato auch kein Mobilfunknetz funktionierte, auch künftig kein Internet-Zugang per Funk möglich sein wird.

LTE vorerst nicht für Telekom-DSL-Light-Kunden

Wie ein Sprecher der Telekom jetzt mitteilte, wird LTE vorerst für Kunden, welche einen DSL-Light-Anschluss besitzen, nicht nutzbar sein. Diese Kunden surfen weiter langsam! Bei diesem Tarif steht dem Kunden nur 384 Kbit/s zu Verfügung, obwohl er DSL 2000 gebucht hat und diesen Tarif auch bezahlt und obwohl eventuell LTE an seinem Ort verfügbar ist.

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